Leichhardt-Jahr mit Sonderaustellung, Rad- und Wandertrail und Vielem mehr
In Australien kennt ihn jedes Kind, Brandenburg widmet dem Entdecker ein ganzes Jahr: Vor 200 Jahren wurde der spätere Naturwissenschaftler Ludwig Leichhardt in Sabrodt/Trebatsch am Schwielochsee geboren. Bekannt wurde der Brandenburger durch seine wagemutigen Expeditionen durch unerforschte Regionen Australiens. Nach seiner ersten Entdeckungsreise, die 1845 in Sydney endete, brach Leichhardt am 5. April 1848 von der Viehstation McPherson etwa 400 Kilometer nordwestlich von Brisbane zu Pferd auf, um eine Landroute nach Perth zu finden. Seitdem gilt Ludwig Leichhardt als verschollen.
Zu seinen Ehren finden in diesem Jahr zahlreiche Veranstaltungen in Brandenburg statt. So wurde unter anderem am 2. Mai im Süden Brandenburgs der „Leichhardt-Rad- und Wandertrail“ eröffnet. Initiiert von der Tourismus-Entwicklungsgesellschaft Lieberose/Oberspreewald mbH und dem Arbeitskreis Ludwig Leichhardt führt der 50 km lange Trail vom Geburtstort des Forschers in Trebatsch über Mochow, Schmorgow, Briesen und Cottbus bis nach Branitz. Der Überlieferung nach soll der junge Leichhardt schon im Schulalter zu Fuß Expeditionen genau entlang dieser Route unternommen haben. Auf dem Weg kann sich der Besucher über wichtige Lebensstationen des Australien-Forschers informieren.
Weiterhin gibt es seit Anfang Mai auf dem Branitzer Schlossgelände im Marstall eine Sonderausstellung zum Australienforscher zu sehen. Gezeigt werden bis zum 31. Oktober rund 180 Exponate, darunter Pflanzen, Tiere, Karten und Briefe, auch das letzte schriftliche Lebenszeugnis von Leichhardt vom 3. April 1848, ist zu sehen.
Alle Informationen zur Ludwig Leichardt und allen Veranstaltungen unter: Reiseland Brandenburg und Leichardt-Land
