Neue „Liebeserklärungen“ an Brandenburg
Der ehemalige Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und „Neu-Lindower“, Professor Wolfgang Huber sagt über Brandenburg:
Nicht nur dreitausend Seen hat Brandenburg, sondern auch zweitausend Kirchen. Es ist nicht nur wasser-reich, sondern auch stein-reich.
Der in Kleinmachnow lebende Künstler Rainer Ehrt präsentiert drei kleine Gedichte über seine Heimat:
Märkische Dorfkirche
Aus den magren Äckern
Dem wüsten Feldrain haben
Wir dich zusammengeklaubt
Ein simples Geviert
Gute Stube des Himmels
Uns Dörfler alle zu fassen:
Ländlicher Zierrat grobes Gebälk
Kalk Ziegel wenigs Eisen Blei
Glas Feldstein Feldstein Feldstein
Fertig ist die Laube
Gottes.
Einquerfeld, Brandenburg
das große rasenstück (nicht von dürer)
über die märkische endmoräne gestoppelt
hasen hats auch gelegentlich schnuppernd bauers schlachtfeld geht in die binsen wo er seine truppen entfaltet gehörnte eskadrone wollenes fußvolk strauchritter am rain scharf geschnäbelte kenner der materie wo zu holen ist was die malmende meute übrig lässt die armee nährt sich aus dem land magere endmoräne wie gesagt kurfürsts lehen königs domäne bauern.
schlau.
Paretz
Hier am verlandeten See
Hier im Geviert der Schafspferche
Hier unterm ländlichen Honigmond
Da dümpelt die Havel im Röhricht
Da zieht der blasse Kronprinz blank
Da lachen ja die Hühner
Fotonachweise:
Wolfgang Huber – von DeFontenelle (Eigenes Werk) [CC BY 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0)], via Wikimedia Commons
Rainer Ehrt – von Julia Ehrt/Rainer Ehrt (Rainer Ehrt) [CC BY-SA 3.0 de (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons










