„Paul Gerhardt. Leben – Lieder – Legenden“
Der sächsisch-brandenburgische Lieddichter und Brandenburger Kopf Paul Gerhardt bildet derzeit den Mittelpunkt einer Ausstellung zur Geschichte des Gemeinschaftsgesangs vom Mittelalter bis zur Gegenwart im Museum Finsterwalde. Die Ausstellung gehört zur Vielzahl der Veranstaltungen, welche die Erste Brandenburgische Landesausstellung unter dem Motto „Preußen und Sachsen. Szenen einer Nachbarschaft“ im Schloss Doberlug, im nördlichen Sachsen und im südlichen Brandenburg noch bis zum 2. November begleiten.
Die von Höhen und Tiefen gekennzeichnete Biographie des streitbaren lutherischen Pfarrers, der 1607 im einst sächsischen Gräfenhainichen geboren wurde, der die Gräuel des Dreißigjährigen Krieges durchlebte, der in der Berliner Nikolaikirche predigte und schließlich aus Glaubensgründen in die Niederlausitz übersiedelte, bildet neben seiner tiefen Religiosität die geistige Grundlage seines literarischen Schaffens.
Einige der Texte Paul Gerhardts, die von Johannes Crüger, der aus der Niederlausitz stammt, kongenial vertont wurden, gehören nach wie vor zum lebendigen Liedschatz weit über den deutschsprachigen Raum hinaus. Auch der Nachwirkung des Dichters als Namenspatron zahlloser Kirchen, Schulen, Chöre, karitativer Vereine und als Denkmalsfigur oder als Sagengestalt räumt die Präsentation breiten Raum ein.
Mehrere Konzerte im Finsterwalder Museum, aber auch am Ort der Landesausstellung in Doberlug-Kirchhain begleiten akustisch die Ausstellung, die bis zum 2. November 2014 geöffnet ist.
Öffnungszeiten und weitere Informationen: Kreismuseum Finsterwalde und Brandenburgische Landesausstellung












