Trauer um zwei große Brandenburger Köpfe
Die deutsche Filmlandschaft trauert um zwei bedeutendende Brandenburger Köpfe. Am 14. September starb Schauspieler Hilmar Thate, dessen Karriere am Staatstheater Cottbus begann. Thate und seine Ehefrau Angelica Domröse konnten ihre großen Karierren auch nach ihrer Ausreise aus der DDR 1980 in Westdeutschland und später im vereinten Deutschland fortsetzen. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke würdigte ihn als „brillianten und leidenschaftlichen Charakterdarsteller“. Ob als Richard III., Rotlicht-Größe König von St. Pauli oder aufmüpfiger Landwirt Daniel Druskat – Hilmar Thates Bandbreite als Schauspieler ist beeindruckend und war schon zu Lebzeiten legendär.
Nur einen Tag später, am 15. September, starb der in Frankfurt (Oder) geborene Kinderfilm-Regisseur Rolf Losansky. Mit seinen Defa-Kinderfilmen wie „Ein Schneemann für Afrika“ (1977), „Moritz in der Litfaßsäule» (1983) oder «Das Schulgespenst“ wurde er berühmt. Bis ins hohe Alter reiste er mit seinen Filmen durch die Republik, war bei Kinderfilmfestivals zu Gast oder in Schulen und begeisterte für Kinofilme. Losansky, der nach den Worten des Ministerpräsidenten „Maßstäbe gesetzt und ein eigenes Kapitel in der Geschichte der Defa, aber auch des deutschen Filmschaffens insgesamt eröffnet hat“, wurde am 6. Oktober in seiner Heimatstadt Potsdam auf dem Bornstedter Friedhof im Beisein seiner Familie und langjährigen Weggefährten beigesetzt.
Fotonachweis
Rolf Losansky – von Immanuel Giel (Eigenes Werk) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons
Hilmar Thate – von Edmond.frederik in der Wikipedia auf Deutsch (Originaltext: Edmond Frederik) (Selbst fotografiert) [CC BY-SA 2.0 de (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons











