„Von Pommern nach Potsdam“
Am Dienstagabend wurde in der Landesvertretung Brandenburgs in Berlin anlässlich des bevorstehenden 80. Geburtstages des ersten Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg Dr. Manfred Stolpe seine Biografie vorgestellt. Der Lokalsender rbb hatte mit Stolpe ein Gespräch aufgezeichnet, das am 11. Mai unter dem Titel „Von Pommern nach Potsdam“ ausgestrahlt wird. Darin erzählt Stolpe sehr persönlich über sein Leben und Wirken, über Erfolge, Misserfolge und davon, was ein „pommerscher Sturkopf“ bewirken kann. Das Gespräch wurde Grundlage der Biografie, die im Verlag Berlin-Brandenburg erscheint. Bei der Buchvorstellung in der Landesvertretung zeigte der rbb eine kurze Preview des Interviews.
Brandenburgs gegenwärtiger Ministerpräsident Dietmar Woidke dankte im Rahmen der Veranstaltung Manfred Stolpe für dessen Lebensleistung. Woidke sagte: „Der Abend ist geprägt von Respekt und Dankbarkeit. Respekt vor der Lebensleistung und Dankbarkeit für die Brandenburg gewidmeten Jahrzehnte“.
In seiner Rede betonte der Ministerpräsident: „Manfred Stolpe ist ein Politiker besonderen Typs. Am meisten beeindruckt seine Hinwendung zu den Menschen und das aufmerksame Interesse an dem, was sie zu sagen haben. Mit dieser Nähe prägte er die Gründungsphase unseres Landes. Manfred Stolpe hat es wie kein Anderer vermocht, den Menschen in schweren Zeiten des gesellschaftlichen Umbruchs Halt zu geben. Er hat mit Mut und Zuversicht deutlich gemacht, dass Politik etwas bewirken kann. So ist es ihm gelungen, Orientierung, Vertrauen und Selbstbewusstsein bei den Brandenburgern zu wecken.“
Woidke würdigte insbesondere die Verdienste Stolpes darum, dass die Brandenburger in ihrer neuen Heimat eine Identität aufbauen konnten. Auch der Versöhnungs- und Aufbauarbeit Stolpes mit den Nachbarn im Osten zollte der Ministerpräsident hohe Anerkennung: „Ohne seinen konsequenten Einsatz für die Verständigung und die Zusammenarbeit mit Polen, ohne seine Weitsicht und Beharrlichkeit wären wir heute noch viel weiter voneinander entfernt. Wie bei vielen seiner Generation haben Kriegs- und Nachkriegszeit, Flucht und Neuanfang tiefe Prägungen hinterlassen und die Erkenntnis: Frieden mag nicht alles sein, aber ohne Frieden ist alles nichts.“
Das Interview ist bis zum 11. Mai 2017 in der Mediathek des rbb und ard abrufbar.














